Mein erster Halbmarathon auf dem Weg zum Marathon

Montag, Dezember 6, 2010 15:20
Veröffentlicht in Erfolgserlebnisse

Ich laufe inzwischen seit über drei Jahren. Mein Ziel ist es, irgendwann einmal einen Marathon zu laufen, doch bevor man sich ein großes Ziel erfüllen kann, muss man erst einmal kleine Ziele erreichen. Zu den kleineren Zielen gehört auch, einen Halbmarathon zu laufen, also die Hälfte der Distanz zu absolvieren. Dieses Ziel bin ich im letzten Jahr angegangen und es war ein schönes Abenteuer.

Mein erster Halbmarathon

Dabei war es eher Zufall, dass ich mich für einen Halbmarathon angemeldet habe. Ich bin vorher schon einige Volksläufe gelaufen, und hatte für den Oktober noch keinen Lauf gefunden. Der einzige Lauf, welcher mich interessierte, war der Müggelsee-Halbmarathon. Da ich Ziele brauche, um mich zum Joggen aufzuraffen, habe ich mich für diesen Halbmarathon angemeldet, obwohl ich mir nicht sicher war, ob ich diesen überhaupt bis zum Ende durchhalten würde. In den folgenden Wochen, es waren glaube ich noch fünf, musste ich dann natürlich das Laufpensum auch ein wenig erhöhen.

Ein Laufpartner hilft

Dazu hat mich mein Laufpartner dann auch gezwungen, was natürlich positiv und nicht negativ gemeint ist. Beim ersten Probelauf über 20 Kilometer kam ich mir dann aber schon ein wenig blöd vor, da ich schon nach 12 Kilometern nicht mehr konnte. Durch meinen Laufpartner motiviert, schaffte ich es aber doch noch 16 Kilometer zu laufen, wo ich dann aber auch abbrach, da ich nach über zwei Stunden keine Motivation mehr aufbringen konnte. Meine Beine schmerzten, mein Trinken war alle und ich wollte nur noch liegen oder sitzen.

Zweifel kommen auf

Nun war ich mir nicht mehr sicher, ob ich überhaupt beim Halbmarathon starten wollte, aber es blieben ja noch vier Wochen übrig, um mich vernünftig vorzubereiten. In den nächsten Wochen konnte ich dann die Distanz auch schön Steigern und einmal schaffte ich es dann auch, die 20 Kilometer zu beenden. Leider wurde dann zwei Wochen vor dem Lauf das Wetter schlechter. Es regnete und keiner konnte sich aufraffen, noch einen Lauf über 20 KM zu laufen. So musste ich mich mit Läufen über 10 Kilometer zufriedengeben und hoffen, dass diese Distanz reicht, um meine Form aufrecht zu erhalten.

Den Lauf aufgeben?

Einen Tag vor dem Lauf holte ich dann meine Startunterlagen ab, wobei zu dieser Zeit dann erst die richtigen Zweifel über mich kamen. Bisher hatte ich noch keinen Lauf aufgegeben und ich wollte auch diesen Lauf nicht aufgeben, auch wenn ich vor Schmerzen nicht mehr gekonnt hätte und über 3 Stunden benötigt hätte, um ins Ziel zu kommen.

Ich laufe den Halbmarathon

Doch dann kam der Start, die ersten 10 Kilometer liefen ohne Probleme, keine Schmerzen, keine Anzeichen für Schwäche, einfach nur fantastisch. Nach dem 10-Kilometer-Schild wurde meine Stimmung immer besser, jetzt wusste ich, dass ich die 21 Kilometer schaffen würde. Ab Kilometer 16 kamen dann die ersten leichten Schmerzen in den Waden, die mich aber nicht dazu bringen konnten, den Lauf aufzugeben. Im Gegenteil, ich gab noch einmal alles, überholte sogar noch Leute und kam am Ende mit einer Zeit von 2 Stunden und 6 Minuten ins Ziel.

Ein großes Glücksgefühl

Nach dem Lauf überkamen mich dann die Glücksgefühle. Ich konnte nicht glauben, dass ich einen Lauf über 21 km beendet hatte. Auch nicht, dass ich es in einer so guten Zeit geschafft habe. Die Motivation, die solch ein Lauf freisetzt, ist unbeschreiblich, und wenn man das Ziel erreicht, dann möchte man mehr, dann möchte man auch die doppelte Distanz schaffen, also einen Marathon über 42 Kilometern!

Du kannst einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback von Deiner eigenen Seite.

Kommentar schreiben